Migration, Prostitution und Menschenhandel am Bosporus


Eren B.

Osteuropa, cilt.6, ss.227-234, 2006 (SCI İndekslerine Giren Dergi)

  • Cilt numarası: 6
  • Basım Tarihi: 2006
  • Dergi Adı: Osteuropa
  • Sayfa Sayısı: ss.227-234

Özet

Die Türkei ist seit dem Ende des Ost-West-Konflikts zu einem der wichtigsten Zielländer von Touristen und Arbeitsmigranten aus der ehemaligen Sowjetunion geworden. In der ersten Hälfte der 1990er Jahre kamen vor allem fliegende Händler an den Bosporus. Seitdem gab es einen rapiden Zuwachs von Prostitutionsmigration und Menschenhandel aus der Ukraine, Moldova, Rußland und dem Südkaukasus. Formal erlaubt die Türkei zwar in sehr engen Grenzen Bordellprostitution. Den Großteil der Prostitution drängt sie aber in die Illegalität. Daher sind die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Prostituierten aus der ehemaligen Sowjetunion häufig von Gewalt geprägt, so daß man von Menschenhandel sprechen muß. Die Türkei mit einer strengeren Strafgesetzgebung reagiert. Soziale Hilfsangebote sind bisher jedoch rar.